22 Jun 2009
Verhinderung von Feststoffabtrieb: ENTEC® 049
Fallstudie: Verhinderung von Feststoffabtrieb am Kläranlagenauslauf
Technik: Löse- und Dosierstation für pulverförmige Flockungshilfsmittel
Trübungsmessung TM3/L
Produkt: Sedimentationsbeschleuniger ENTEC® 049
Ausgangssituation
Der Ablauf einer kommunalen Kläranlage war mit Feststoff belastet, wodurch die Gefahr einer Grenzwertüberschreitung im Bereich CSB und Pges bestand. Besonders bei Regenereignissen wurde Schlammabtrieb festgestellt. Eine zum Teil starke Schwimmschlammbildung konnte beobachtet werden.
Eingesetztes Verfahren
Zur Erkennung des Feststoffabtriebes wurde eine Trübungsmessung Typ TM3/L: http://pro-entec.de/downloads.html
am Ablauf der Kläranlage installiert.
Diese Messung gibt den aktuellen Trübungswert an die Dosieranlage des Sedimentationsbeschleunigers ENTEC® 049. Je nach Abwasseranfall und Trübungswert wird ein Dosiersignal vom Siemens Sipart-Regler berechnet und an die Dosierpumpe geleitet. Eine Durchflussmessung kontrolliert und erfasst die Dosiermenge.
Die Löse- und Dosierstation Typ DST3/5000CS des pulverförmigen Sedimentationsbeschleunigers ist in einem mobilen Container (Länge 12 Meter) installiert. Für einen einwandfreien Winterbetrieb ist der Container mit ISO-Platten isoliert und mit einer Heizung ausgestattet. Für ausreichende Raumentlüftung sorgt ein leistungsfähiger Ventilator und ein zusätzliches Fenster.
Innenansicht der Löse- und Dosierstation
Im Vordergrund befindet sich die Sackaufgabestation. Durch die geschlossene Ausführung mit Absaugung wird das Austreten von Polymerpulver vermieden und ein hohes Maß an Arbeitssicherheit erreicht. Das Pulver wird mit Hilfe einer Förderspirale in den 3-Kammer-Behälter gefördert, über ein spezielles Einmischsystem mit Wasser benetzt und zur gebrauchsfertigen Lösung aufbereitet. Die Dosierung erfolgt über eine frequenzgeregelte Exzenterschneckenpumpe. Der SPS-gesteuerte Schaltschrank im Hintergrund ist klar gegliedert und Betriebs- bzw. Störmeldung werden als Klartext angezeigt.